ARE-Modellvorhaben «Den Garten der Agglomeration gemeinsam gestalten»

Der Verein Smaragdgebiet und die beteiligten Gemeinden schreiten gemeinsam zur Tat

Im Rahmen des Modellvorhabens «Gartenagglomeration» können die Gemeinden Bleienbach, Aarwangen, Lotzwil, Roggwil, Thunstetten und die Stadt Langenthal 2020-2023 ihren «Garten» gemeinsam gestalten. Trägerschaft des Projekts ist der Verein Smaragdgebiet Oberaargau, während der Bund das Modellvorhaben grosszügig unterstützt. In der zweiten Projekthälfte wird eine Reihe von Initialprojekten angestossen. Profitieren soll in erster Linie die regionale Bevölkerung, insbesondere im Bereich Naherholung und Bewegungsförderung. Synergien gibt es aber auch bei der ökologischen Infrastruktur und im Bereich der Förderung europaweit gefährdeten Arten (siehe auch entsprechendes Förderprojekt 2020-2024).

Im Frühling 2022 war bereits der fünfte Workshop des Modellvorhabens «Gartenagglomeration» angesagt. Daran teil nahmen Vertreterinnen und Vertreter der oben genannten Gemeinden, ergänzt mit Fachleuten von Seite Kanton, Bund und Projektleitung. Es wurde entschieden, sich vorab an die Umsetzung von drei gemeinsamen Initialprojekten heranzuwagen. Im Rahmen dieser prioritären Projekte sollen überkommunale Zusammenarbeitsformen erprobt, gemeinsame Kompetenzen entwickelt und weitere Akteure einbezogen werden. Bis Ende 2023 sollen insgesamt 10-20 Initialprojekte angestossen werden. Die Projektumsetzungen werden aber weitere Jahre oder sogar ein ganzes Jahrzehnt in Anspruch nehmen.

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Die «Landschaftsroute» - eine verbindende Rundwanderroute

Ein Initialprojekt mit sehr verbindendem Charakter ist die sogenannte «Landschaftsroute». Sie soll auf bereits bestehenden Wanderwegen als Rundwanderroute durch alle beteiligten Gemeinden führen. Einerseits versprechen sich die Beteiligten von der gemeinsamen Ausgestaltung der Rundroute eine stark verbindende Wirkung, andererseits sollen aber auch landschaftliche Aufwertungen und die Sensibilisierung für den Wert der Landschaftsqualität bevorzugt entlang dieser Rundwanderroute angepackt werden. Mit dem Initialprojekt «Sängeliweiher» möchten die Verantwortlichen in nächster Zeit speziell die Möglichkeiten und Potenziale der Landschaftskammer zwischen Bleienbach, Thunstetten, Lotzwil und Langenthal ausloten. Hier und anderswo in der Gartenagglomeration spielen auch die Bäume eine grosse Rolle. Sie sind Gegenstand des dritten Initialprojekts. Bis Ende 2023 werden insgesamt 10-20 grössere Projekte initialisiert sein.

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Landschaft mit vielfältiger und kohärenter Nutzungt

Das aktuelle Modellvorhaben wurde 2019 auf der Basis des Zielbildes «Gartenagglo» der Region Oberaargau entwickelt. Als eines von schweizweit 37 Projekten fliessen mit dem Modellvorhaben zusätzliche Mittel des Bundes in die Region; die im Rahmen des Programms «Landschaft ist Mehrwert» des Bundeamtes für Raumentwicklung (ARE). In diesem Sinn ist die «Gartenagglomeration» drauf und dran, sich zu einer Landschaft mit einer vielfältigen, multifunktionalen und kohärenten Nutzung im zentralen Schweizer Mittelland weiterzuentwickeln.

Beat Siegrist, Co-Präsident des Vereins Smaragdgebiet, umschreibt dies als integralen Nutzung und Inwertsetzung der Landschaftsqualitäten der Gartenagglomeration. Co-Präsidentin Elsbeth Steiner betont, dass sie die Naherholungsgebiete attraktiv gestaltet sehen möchte, und dass deren Schönheiten durchaus in den Vordergrund gerückt sein dürfen. Letztendlich dürfe auch ruhig zum Ausdruck kommen, dass die beteiligten Gemeinden, wie auch die Stadt Langenthal, Sorge zur Umwelt tragen.

Ein Projekt im Rahmen des Programms «Modellvorhaben Nachhaltige Raumentwicklung», geführt durch acht Bundesstellen. Neben dem federführenden Bundesamt für Raumentwicklung (ARE) sind dies die Bundesämter für Landwirtschaft (BLW), Umwelt (BAFU), Wohnungswesen (BWO), Strassen (ASTRA), Gesundheit (BAG), Sport (BASPO) sowie das Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO).

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Die Eckpunkte des Modellvorhabens «Gartenagglomeration»

Bei den Vorarbeiten für die Umsetzungen im Rahmen des Modellvorhabens «Gartenagglomeration» wurden beispielsweise ganze 160 Projektideen gesammelt. Die Gartenagglomeration: Eine Landschaft mit vielfältiger, multifunktionaler und kohärenter Nutzung im zentralen Schweizer Mittelland.


gute Erholungs-, Bewegungs- und Bildungsmöglichkeiten



übergreifendes Netzwerk



Bäume, Wald und Holz für ein gutes Klima



langfristige Kultivierung und Förderung



lebendigen Traditionen, reiches kulinarisches Erbe und eine Vielzahl «Kulturell geprägter Gewässer»



(zunehmend) zuverlässige Versorgung



viele europaweit gefährdete Smaragd-Arten